Aus Bote der Urschweiz Dienstag 21. Mai 2003
 

Fronalpstock-Neubau liegt auf Eis

Mit dem geplanten Bau des neuen Gipfelrestaurants auf dem Fronalpstock wird es vorerst nichts. Zwischen dem Bauherrn Albert Koch und der Sportbahnen AG müssen noch strittige Punkte bereinigt werden.

Auch sechs Jahre nach dem Brand des Gipfel-Restaurants auf dem Fronalpstock wird noch kein Neubau realisiert. Jahr für Jahr werden die Besucher vertröstet, und so wird auch der für heuer geplante Neubau noch nicht ausgeführt. «Die Bewilligungen liegen vor, der Bauerschliessung von Morschach aus steht nichts im Wege», erklärt Bauherr Albert Koch. Dennoch wird die Eröffnung, nicht wie vorgesehen auf die Wintersaison 2003/04 stattfinden können. «Vorerst müssen einige Punkte mit den Sportbahnen Schwyz-Stoos-Fronalpstock AG bereinigt werden. Unter anderem geht es um den Transport von Gesellschaften ausser den üblichen Betriebszeiten. Daran knüpft die Sportbahnen AG Bedingungen», erklärt Koch.

«Sternwarte» zurückgestellt

Geplant ist auf dem Fronalpstock ein Bergrestaurant für 300 Gäste. Nebst einem leistungsfähigen Restaurationsbetrieb sollen auch einige Übernachtungsmöglichkeiten geschaffen werden. Als Attraktion hat Bauherr Koch sein Neubauprojekt um einen 18 Meter hohen Aussichtsturm erweitert. Dieser, auch als Sternwarte vorgesehene, Bau ist nun in Frage gestellt. Bei der neuerlichen Projektergänzung ist der Aussichtsturm vorerst zurückgestellt worden.
Endlich Wasser und Strom
für Fronalp-Alpen
Ökologisch sinnvoll wird nun das Fronalpstockgebiet mit der allernötigsten Infrastruktur erschlossen. In einen Graben werden Wasser- und Abwasserleitungen, Strom- und Telefonkabel sowie die Rohre für die Beschneiungsanlage eingebracht. Nebst dem Fronalpstock erhalten auch die vier Alpen Laui, Teufmettlen, Bödmeren und Oberfeld Wasser und Strom. Ausser der Alp Laui stand den übrigen Alpen bisher nur Dachwasser zur Verfügung. Eine grosse Erleichterung auch für den Gipfelbetrieb «Adler-Horst».
Bisher musste das Gebrauchswasser mit der Luftseilbahn auf den Fronalpstock transportiert werden – und zwar jährlich etwa 110 000 Liter Wasser.

von Ernst Immoos